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13.04.2015

Bayern setzt auf Bio - Franken und Ostbayern treiben die Entwicklung voran

Nürnberg/Regensburg  (obx) - Bayern will bis zum Jahr 2020 die Produktion an Biolebensmitteln verdoppeln, das ist Ziel der bayerischen Staatsregierung. Motoren dieser Entwicklung: der Großraum Nürnberg und Ostbayern.

Drei der bisher zertifizierten fünf Öko-Modellregionen Bayerns sind hier angesiedelt: der Landkreis Neumarkt, die Stadt Nürnberg mit den Landkreisen Nürnberger Land und Roth sowie die Steinwald-Allianz in der Oberpfalz. Vor allem der Raum Nürnberg ist ein Motor für mehr Bio in Bayern. Hier entstand bereits vor einiger Zeit das Projekt "Ökomodellregion  Nürnberg". Mitgetragen wird das Projekt unter anderem von der Metropolregion Nürnberg und von der NürnbergMesse, die einmal im Jahr zum Schaufenster der weltweiten Bio-Bewegung wird: Der Messe BIOFACH.

Die BIOFACH hat sich in ihrer über 20-jährigen Geschichte zur weltweit größten Messe für Bio-Produkte entwickelt und ist mit Abstand die Weltleitmesse für Biolebensmittel mit rund 45.000 Besuchern und rund 2400 Ausstellern aus 76 Ländern. Hier wurden und werden jedes Jahr im Februar die Biotrends von morgen gesetzt: In diesem Jahr ist es "Free From" - der Trend zu Biolebensmittel frei von Ei, Gluten oder Laktose. Bei der angeschlossenen Messe Vivaness, der Fachmesse für Naturkosmetik, dominierte in diesem Jahr auch der Trend zum "Veganen", also zu Beauty-Produkten ohne tierische Inhaltsstoffe.

Fast acht Milliarden Euro haben die Deutschen 2014 für Biolebensmittel und Getränke ausgegeben. Rund fünf Prozent mehr als im Jahr vorher. Der Naturkosmetikmarkt wuchs nach Schätzungen auf ein Volumen von rund einer Milliarde Euro.
Der Absatztrend für Bio zeigt steil nach oben. Auf der BIOFACH etwa wurden in diesem Jahr fast 700 Biolebensmittel- und Naturkosmetik-Neuheiten vorgestellt. Vom Lupinen-Aufstrich, bis zum Rhabarber-Schorle, vom Cashew-Drink bis zum grünen Kaffee. Bayern will vom "Bio-Aufschwung" in den nächsten Jahren stärker als bisher profitieren und vor allem auch von Bio-Lebensmittelimporten unabhängiger werden. Denn anders als bei konventionell produzierten Lebensmitteln, wo Bayern über den Eigenbedarf hinaus produziert und weltweit vermarktet, ist der Freistaat bei Öko auf Importe angewiesen.

Die 2013 gestartete Initiative zeigt Wirkung. So hat sich die Zahl der Biobauern in Bayern in den vergangenen zehn Jahren ebenso verdoppelt wie die von ihnen bewirtschaftete Fläche: aktuell sind es über 6.500 Öko-Betriebe und rund 210.000 Hektar. Fast ein Drittel der deutschen Biobetriebe wirtschaften in Bayern. Und mehr als die Hälfte der Öko-Milch kommt aus dem Freistaat. Für das Landesprogramm "BioRegion Bayern 2020" stellte der Freistaat insgesamt rund 5,4 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.

Größte Bio-Messe der Welt: die BIOFACH in Nürnberg. Bayern will im Markt der Biolebensmittel die Produktionskapazität bis 2020 verdoppeln. Foto: obx-news/NürnbergMesse

Foto: obx-news/NürnbergMesse


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