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16.06.2016

Ein neuer Marktplatz für die Medizin-Innovationen von morgen

Nord-Ost-Bayern gilt heute als Deutschlands wichtigster Forschungs- und Unternehmensstandort in der Wachstumsbranche Medizintechnik. Künftig will die Region ihre Führungsrolle weiter ausbauen - auch dank einer neuen Plattform, die 2017 Premiere hat.

Nürnberg (obx) - Die Metropolregion Nürnberg will in den kommenden Jahren ihre europäische Spitzenposition in der wichtigen Zukunftsbranche der Medizintechnik weiter ausbauen. Zusätzlichen Schub beim Ausbau der Führungsrolle soll eine nochmals intensivierte Allianz der beteiligten Akteure aus Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft und Politik geben. "Geburtshelfer" der vertieften Zusammenarbeit ist die NürnbergMesse: Sie wird künftig Gastgeber einer neuen Messeplattform, die als Innovationsplattform den fachlichen Austausch im Netzwerk weiter beflügeln soll, wie Dr. Roland Fleck, CEO der NürnbergMesse, am Mittwoch in Nürnberg ankündigte. Premiere feiert die neue Veranstaltung mit dem Titel "MT-Connect" im Juni 2017.

"Bayern und insbesondere die Metropolregion Nürnberg spielen heute bereits in der Champions League bei der Medizintechnik", sagte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer bei der Präsentation der Zukunftsallianz. Unternehmen im Freistaat erwirtschaften heute auf diesem Sektor bereits eine Wertschöpfung von rund 15 Milliarden Euro. Das sei mehr, als beispielsweise Länder wie Großbritannien, Italien oder die Niederlande vorweisen könnten. Pschierer nannte den Einsatz von Hochtechnologie im Operationssaal, die verstärkte Anwendung von Robotik in den Bereichen Reha und Pflege und die Nutzung anonymisierter Patientendaten bei der Weiterentwicklung von Behandlungs- und Therapieoptionen als große Zukunftschancen für den Freistaat.

"Das Herz der Medizintechnik schlägt in Nürnberg, ihre Bedeutung ist vielen jedoch nicht bewusst", sagte der aus Erlangen stammende Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Stefan Müller, bei der Vorstellung der Pläne für die "MT-Connect" am Rande der MedTech Summit 2016. Bereits heute stammt nach aktuellen Zahlen fast jede zweite deutsche Patentanmeldung (42 Prozent) im Bereich Diagnostik/Chirurgie/Identifizierung aus der Region Nürnberg/Erlangen, rund 200 Unternehmen und mehr als 80 Institute an Hochschulen mit in Summe mehr als 16.000 Beschäftigten arbeiten mit Fokus auf die Medizintechnik.

Viele von ihnen sind im "Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg" zusammengeschlossen, eines von bundesweit insgesamt 15 Spitzenclustern. Das in Nürnberg ansässige Forum MedTech Pharma mit Sitz in Nürnberg gilt mit rund 600 Mitgliedern aus Wirtschaft, Medizin und Wissenschaft zudem als das größte Netzwerk der Gesundheitsbranche in Europa. Dessen Vorstandsvorsitzender, der Regensburger Unfallchirurg Professor Dr. Michael Nerlich, betonte die Notwendigkeit zu mehr Austausch in der Branche: "Nur wenn wir es schaffen, den Chirurgen, den Ingenieur und den IT-Spezialisten zusammenzubringen und die Sprachbarrieren zu überwinden, werden wir einen Mehrwert generieren", sagte der Mediziner in Nürnberg. Deshalb sei die Intensivierung der Kongressarbeit dem Netzwerk ein wichtiges Anliegen gewesen. Bereits seit 2008 veranstaltet das Forum im Zwei-Jahres-Rhythmus auf dem Nürnberger Messegelände eine Tagung mit jeweils mehr als 1.000 Teilnehmern aus aller Welt.

Auch die Wirtschaft begrüßte die Idee einer neuen Plattform für den Austausch: "Wir profitieren von offenem Umfeld für Innovationen und dem Netzwerk, in das Universitäten, Kliniken, Messe und Unternehmen eingebunden sind", sagte Dr. Bernd Montag, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Siemens Healthineers, der Medizinsparte des Technologiekonzerns. Er geht davon aus, dass insbesondere die zunehmende Notwendigkeit von mehr Effizienz in der Gesundheitsbranche auch mehr Technologie nötig mache.

Die NürnbergMesse bringe in die neue Plattform ihr Know-how und ihr Netzwerk als eine der zehn größten Messegesellschaften Europas ein, sagte Messegeschäftsführer Dr. Roland Fleck. Die Messegesellschaft sieht in dem Thema großes Zukunftspotenzial: "In einer alternden, gleichzeitig aber auch gesundheitsbewussteren Gesellschaft gewinnen Medizin und Medizintechnik zunehmend an Bedeutung", sagte er. Bereits heute würden in diesem Sektor in Europa 85 Milliarden Euro und weltweit rund 220 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet - Tendenz steigend. "Das Herz der Branche schlägt hier in der Metropolregion und deshalb ist Nürnberg der richtige Ort, um für die Branche einen neuen Marktplatz zu etablieren", so Fleck.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller, verschaffte sich bei der MedTech Summit 2016 einen Überblick über aktuelle Innovationen in der Medizintechnik-Branche. Foto: obx-news/NürnbergMesse

Offizielle Vorstellung der Pläne für die neue Medizintechnik-Messe "MT-Connect", die im Juni 2017 erstmals stattfinden wird (v.l.n.r.): Dr. Thomas Feigl, Geschäftsführer und Vorstand, Forum MedTech Pharma; Staatssekretär Stefan Müller, Prof. Dr. Michael Nerlich, Vorstandsvorsitzender, Forum MedTech Pharma und Dr. Roland Fleck, CEO der NürnbergMesse Group. Foto: obx-news/NürnbergMesse


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